Wenn die Ernte fertig ist,
steh ich allein im Keller.

 
Sind die Trauben einmal im Keller, beginnt der eigentliche Prozess. Jetzt bekommt jede Sorte ihre ganz eigene Verarbeitung. Vom Chef höchstpersönlich, versteht sich. Jeden Tag steht der Stefan stundenlang im Keller. In seinen Anfängen hat er die halbe Welt bereist, um so gut wie alles übers Weinmachen zu lernen, was man übers Weinmachen lernen kann. Es gibt unzählige neue Technologien, die versprechen, alles noch schneller, noch einfacher zu machen. Aber fürs Einfache sind die Müllers nicht. Sondern fürs Gute.
Deshalb haben beispielsweise neben den modernen Stahltanks auch wieder traditionelle, hochwertige Holzfässer, die dem Wein seine ganz spezielle Note verleihen, ihren Platz im Keller bekommen.
 

 

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Manchmal ist das Beste, was man für einen Wein tun kann, nichts zu tun.

Faultiere brauchen täglich bis zu 18 Stunden Schlaf. Sie hängen mit dem Rücken nach unten in den Baumkronen des Lateinamerikanischen Regenwaldes. Ob der Wein mit dem Rücken nach unten reift, weiß niemand so genau. Aber Ruhe und Zeit braucht er. Und die bekommt er hier auch. Nur so kann ein Wein sein volles Potential entfalten und zu dem werden, was schon von Natur aus in ihm schlummert. Den Faultieren wird das herzlich egal sein, aber für die Müllers ist das die Hauptsache.